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Dynamik, aber auch Verletzungsgefahr beim Turnier in Freiburg
Mit vollem Körpereinsatz kämpften 29 Karatekas in der Freiburger Gerhard-Graf-Halle beim „Internationalen European Sabaki Challenge“ um Pokale und Siegerehren. Die in dieser Form erstmals ausgerichtete Veranstaltung des Freiburger Dojos „Mu-Shin“ soll den Rang einer Europameisterschaft einnehmen und gab Teilnehmern aus Deutschland, Portugal und Großbritannien die Gelegenheit, sich in Vollkontaktkämpfen nach den Regeln des Enshin Karate zu messen.
Den rund 120 Zuschauern bot sich bei den Kämpfen mitunter ein zwiespältiges Bild: Neben ästhetischen Bewegungsabläufen, dynamischen Sprungtechniken, einer starken physischen Konstitution und einer ausgesprochenen Konzentrationsfähigkeit der Teilnehmer zeigten einige Vergleiche auch die Schattenseite der Kämpfe mit Vollkontakt. Trotz strengen Regelwerks wurde mancher Kampf bereits vorzeitig beendet, weil eine Verletzung die Fortführung der Auseinandersetzung unmöglich machte. Bedenklich stimmten dabei vor allem Angriffe auf bereits angeschlagene Partien des Gegners, so waren nicht allein die Kontrahenten auf der Matte ständig zum Sprung bereit, auch die vier anwesenden Sanitäter erweckten diesen Eindruck. Bei zwei Kämpfen kam es gar zu schweren Verletzungen: Neben dem Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung wurde eine Fraktur im Fuß festgestellt.
Im sportlichen Vergleich setzte sich das veranstaltende Dojo „Mu-Shin“ sowohl in der Juniorklasse als auch im Männerleichtgewicht (bis 70 Kilogramm) durch: Juniorkämpfer Michael Alskanov zeigte gegen den körperlich überlegenen Stephan Uwe aus Leipzig einen beherzten Kampf. Uwe verletzte sich bereits vor dem Kampfende, so dass Alskanov vorzeitig als Sieger feststand. Im Leichtgewicht überzeugte der Freiburger Andreas Schmidt gegen Giovanni Sacco aus Loughborough (Großbritannien). Konditionell wie technisch war Schmidt seinem Kontrahenten überlegen und gewann souverän.
Während das Frauenfinale mit der Turniersiegerin Carla Silva und Rosa Ribeiro eine rein portugiesische Angelegenheit war, traf bei den Männern im Mittel- und Schwergewicht jeweils ein Vertreter aus Lousada (Portugal) auf einen Freiburger Kämpfer, aber sowohl Henri Schiemann (Mittelgewicht/bis 80 Kilogramm) als auch Martin Hirth (Schwergewicht/über 80 Kilogramm) mussten sich ihren Gegner geschlagen geben.
Vor den Finalkämpfen boten der Leiter des Enshin Dojos Freiburg, Chandana Muthunayake, und einige Schüler ein Showprogramm, bei dem vor allem die Bruchtests von Chandana Muthunayake für Begeisterung beim Publikum sorgten. Für Carlos Ogando vom Organisationsteam bewegten sich die Kämpfe auf Europameisterschaftsniveau, wenngleich er sich für die nächste Austragung des Turniers durchaus noch mehr Teilnehmer wünschte.
(Pressebericht Badische Zeitung vom 24.06.03, Patrick Griesser)
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